Das Erlebnis Berg konnte ich am vergangenen Samstag bei der Wanderung entlang des Hochstubaier Panoramaweges genießen und hatte einen Blick auf das Zuckerhütel und den höchsten Berg Tirols – der Wildspitze.
Samstag früh – kurzes Frühstück - ab nach Sölden. Mit dem vollgefüllten Bus zur Grenzstelle am Timmelsjoch. Kurz vor der Endstation hört man im Bus die unterschiedlichsten Theorien wie “…los steh auf, dann sind wir als Erste aus dem Bus…” und “..lass uns zuerst einen Kaffee trinken…”. Meine Strategie war langsam aussteigen, schnell aufsteigen und eventuelle Vorgeher überholen.
Nach ein paar Meter auf dem Pfad entlang der Grenze zu Italien wird der Anfangsdruck durch die umliegende Landschaft entschärft und bei allen Wanderen ist eine sogenannte Entschleunigung spürbar. Durch den vielen Regen in den letzten Tagen sind die Bergseen randvoll mit grün-blau gefärbten Wasser.
Panoramaweg Ötztal
Vorbei am Wannenkarsattel geht es dann zum Gipfelkreuz Rötkogl. Endlich ist auch das Brunnenkoglhaus sichtbar. Nach einer kurzen Pause wandern wir dem Grat entlang zur verdienten “Radlerpause”.
Brunnenkoglhaus in Sichtweite
die letzten Meter...
Von der Hütte, hoch über Sölden, sieht man bis zum Zuckerhütl und auf der anderen Seite bis zur Wildspitze. Nachfolgende Wanderer, mit nicht unbedingt vorbildhafter Ausrüstung, lassen sich vom Hüttenwirt die Gipfel erklären und genießen das Ötztaler Panorama.
Nach einem raschen Abstieg, geht es in die Therme – Erholen von der langen Wanderung. Der Tag war für mich ein Höhepunkt der Bergsaison und muss nächstes Jahr wiederholt werden.
Im heurigen Jahr feiert der Tiroler Sängerbund sein 150jähriges Bestehen. Durch zahlreiche Aktivitäten wird das Jubiläum in ganz Tirol entsprechend gefeiert und begangen. Kürzlich trafen sich die Sänger des Männergesangsvereins (MGV) Gurgl, des MGV Fischbachchor, vom Imster Liederkranz, dem Männerchor Silz und dem MGV Rietz im Ötztal, auf der Gampe Alm in Sölden.
Auf der Gampe Alm in Sölden trafen sich die Sänger zur Bergmesse.
Josef Singer, Pfarrer in Sölden, zelebrierte die Bergmesse im Ötztal.
Zahlreiche Gäste kamen zu dem klanglichen Ereignis auf der Gampe Alm.
Im Rahmen einer Bergmesse, die vom Söldener Pfarrer Josef Singer gehalten wurde, ließen die Chöre die Stimmen erklingen. Unterstützung erhielten sie von der Bläsergruppe der Musikkapelle Sölden mit Kapellmeister Romed Ennemoser. Zahlreiche Besucher genossen den musikalischen Tag am Berg, darunter auch die Almwirte Jakob Prantl von der Gampe Thaya und Roland Grüner von der Gampe Alm.
Auch auf der Gampe Thaya wurde kräftig gesungen.
Josef Ribis (li.), Hotelier aus Gurgl und Wirt auf der Lenzenalm, ist begeisterter Sänger und Musikant.
Peter Klotz, Leiter des Fischbachchors, genoss den klangvollen Tag in Sölden.
Für Radsportfans hat das Ötztal im Sommer einiges zu bieten. Ende Juni machte bereits die Tour Transalp für Straßenradfahrer einen Zwischenstopp in Sölden. Beim Rennrad-Etappenrennen vom deutschen Mittenwald bis ins italienische Arco beteiligten sich heuer rund 1.200 Teilnehmer aus 28 Nationen. Insgesamt waren in sieben Tagesetappen 795,13 Kilometer und 20.169 Höhenmeter zu überwinden. Beim Auftakt von Mittenwald nach Sölden standen die Sportler vor der Herausforderung 120,89 Kilometer und 2.669 Höhenmeter zurückzulegen.
Obergurgl-Blogger Manuel Ribis begleitete die Transalp-Teilnehmer am zweiten Tag vom Start in Sölden bis hoch hinauf zum Timmelsjoch.
3. Ötztaler Radtag auf den Rettenbachgletscher
Ohne motorisierte Verkehrsteilnehmer stand allen Radfahrern beim 3. Ötztaler Radtag die Straße auf den Rettenbachgletscher zur Verfügung. 13 Kilometer Länge und 1.300 Höhenmeter galt es bei durschnittlich 11 % Steigung für die rund 400 Sportler zu überwinden, um den Gletscher auf 2.670 Meter zu erreichen.
Bahn frei für die Radfahrer auf der Straße zum Rettenbachgletscher. Die Autos blieben ausgesperrt.
Foto: babile.com
Die schnellste Zeit an diesem Tag stellte Urban Gstrein vom URC Ötztal mit einer Zeit von einer Stunde und 8 Minuten auf. Ins Starterfeld mischten sich auch Oliver Schwarz, Direktor Ötztal Tourismus und Charly Riml vom Organisations-Team des Ötztaler Radmarathons, der am 29. August 2010 seine 30. Auflage feiern wird. Im Starterpulk vertreten waren ebenfalls die Ötztaler ÖSV-Asse und Weltcupstarter Christoph und Michaela Nösig sowie Florian Scheiber.
Auf 2.670 Meter kämpften sich die rund 400 Teilnehmer des 3. Ötztaler Radtages.
Foto: babile.com
Österreichische Meisterschaften im Mountainbiken
Vom 17. bis 18. Juli 2010 finden am Eingang zum Ötztal die österreichischen Mountainbike-Meisterschaften in der Disziplin “Cross Country” statt. Spannende Rennen sind garantiert, trifft sich doch auf der Strecke an der Ötztaler Höhe die heimische Elite. Mit Weltcupsiegerin Elisabeth Osl, Alban Lakata, Christoph Soukop, Hannes Metzler, Karl Markt, Simon Scheiber, Daniel Federspiel, Gregor Raggl uvm sind klingende Namen am Start.
Neben den Profis spricht das “HaiPower Bike Team” mit dem “Forest Cross” in der Klasse “Hobby - 3er Staffel” die Amateursportler an. Mehr Infos gibt’s hier.
Bereits zum dritte Mal übernehmen die Radfahrer für einige Stunden die Herrschaft auf der Gletscherstraße zum Rettenbachgletscher in Sölden. Beim 3. Ötztaler Radtag kann jeder ohne Zeitdruck die Herausforderung der kurvenreichen Gletscher-Strecke in Angriff nehmen. Wer seine persönliche Zeit schwarz auf weiß bestätigt haben will, für den steht in Sölden eine Zeitnehmungsmaschine bereit.
Durchschnittlich 10 Prozent Steigung müssen auf der 13 Kilometer langen Strecke bewältigt werden. Foto: Lorenzi
Zwischen 9 Uhr und 14 Uhr bleibt die Fahrt auf der 13 Kilometer langen Strecke mit 1.300 Höhenmeter und durschnittlich 11 Prozent Steigung den Pedalrittern vorbehalten, der motorisierte Verkehr wird ausgesperrt.
Auf der Königsetappe der Deutschland Tour
Die Fahrt von Sölden auf ca. 1.400 m zum Rettenbachgletscher auf 2.670 m ist etwas ganz Besonderes, denn bereits zweimal erhob die Deutschland Tour das Ötztaler Gletschergebiet zur Königsetappe bei der Tourplanung.
Der Rettenbachgletscher im Hintergrund erwartet die Teilnehmer des 3. Ötztaler Radtages. Foto: Lorenzi
Der Start für den Ötztaler Radtag erfolgt bei der Parkgarage der Gaislachkoglbahn, das Ziel ist der Parkplatz des Rettenbachferners. Dort stehen nach der Absolvierung der 1.300 Höhenmeter Massagemöglichkeiten im Zielbereich bereit. Bei der Mautstation können sich alle Teilnehmer an der Labestation verköstigen. Im Ziel kann man im Rahmen eines geselligen Radlerfestes den Tag hervorragend ausklingen lassen. Radsportfans und Begleitpersonen kommen mittels Shuttlebusservice von Sölden auf den Rettenbachgletscher. Für die schnellsten Teilnehmer werden kleine Preise ausgelobt.
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Nösig Christoph am Podium